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Hauptschule und technische Mittelschule
für Maschinenbau, Elektrotechnik und Nachrichtentechnik
- ITALIEN -
Eine Prophezeiung
Alle Periferiebereiche waren Don Bosco sehr lieb, weil diese am geeignetsten für sein Apostolat unter den armen und verlassenen Jugendlichen waren; aber wenige Werke präsentierten sich so profetisch und klar, wie jenes, das 50 Jahre nach dem Tod des Heiligen in der südöstlichen Zone Turins, ca. 40 km von der Porta Nuova entfernt, zwischen dem Jugendgefängnis „Ferrante Aporti“ (das alte „Generala“, auf das Don Bosco mit Zärtlichkeit und Schmerz blickte) und den Fabriken der FIAT entstand. Das Zusammentreffen zweier Personen, konkret und fähig zu großen Unternehmungen: nämlich Don Pietro Ricaldone, der vierte Nachfolger Don Boscos und der Senator Giovanni Agnelli, Gründer der FIAT-Werke, ermöglichte die Verwirklichung eines Traumes Don Boscos. So wurde ein Werk gegründet, das, in jenen weiten Feldern, in denen der neue Sitz der FIAT-Werke entstand, die Jugendlichen in ein Leben “guter Christen und ehrlicher Staatsbürger“ einführte. Das vergesehene Projekt umfasste, auf einer Fläche von ca. 40.000 Quadratmetern das Oratorium mit Kirche und Theater, Schulen, Bürogebäude und Spielflächen. Das Werk wurde in Erinnerung an Eduardo Agnelli nach ihm benannt, dem Sohn des Senators Giovanni, der bei einem Flugzeugunglück im Jahre 1935 ums Leben kam.
Der erste Stein...und die Anderen
Die Grundsteinlegung fand am 3. Juli 1938 statt, 50 Jahre nach dem Tod Don Boscos. Im Oktober 1940 war man schon bei den Feinarbeiten des Teiles, der heute das Oratorium mit Theater und Kirche einnimmt. Nach einiger Zeit bildete sich die erste salesianische Gemeinschaft, die sich ein altes Häuschen herrichtete, das einmal das Gasthaus „Zum Hahn“ war und sich auf der Gemeindestraße von Grugliasco nach Moncalieri befand, neben einem Tanzlokal. Am 19. April 1941 wurde es von Kardinal Fossati eingeweiht. Unterdessen zögerten die Jugendlichen des bevölkerten Stadtviertels nicht, an den Spielen, Vereinen und Laientheatern teilzunehmen.
Die erste Schule...und die Weiterentwicklung
Beim Planen der Aktivitäten im Oratorium, dachte man auch an eine Schule, in der die Jugendlichen im Rahmen einer ausreichenden Allgemeinbildung auch einen Beruf erlernen konnten. Am 20. September 1943 begann die Abendschule mit 15 Teilnehmer im ersten, und acht im zweiten Kurs. Am 8. Oktober konnte auch eine Tagesschule abgehalten werden. Der Krieg, der schon seit einigen Jahren wütete, machte alles um einiges schwieriger. Am 24. September 1943 zerstörte eine Bombe während eines Luftangriffes teilweise die Kirche und andere Gebäude. Aber mit Ende des Krieges stieg die Zahl der Schüler beträchtlich. An die Betriebsschule fügte man eine Grundschule hinzu, später Berufsschule mit Schwerpunkt Industrie. Die Erweiterungen der Gebäude begannen im Jahre 1949 mit der Errichtung einiger Verschläge für die Büros. Ende September 1953 war die Schule bereits rechtmäßig anerkannt und hatte schon ihre genaue und eigene Adresse. Die Zahl der Schüler betrug 900 und erhöhte sich laufend. Es eröffneten sich Wege für neue Erweiterungen: ein großartiges Verwaltungsgebäude, zu errichten auf einer Fläche 1000 auf 400 Metern und vorbereitet von der Abteilung für Konstruktionen der FIAT. Besonders an dieser letzten Arbeit gewinnt man den Eindruck, sie verbände Arbeit mit Studium. Neben den großen Aufgaben der beruflichen und schulischen Allgemeinbildung, legte das Institut immer großen Wert auf sportliche Aktivitäten wie Fußball, Volleyball, Basketball und Leichtathletik. Zwischen den Jahren 1960 und 1962 entstand eine weitere Vergrößerung: ein Gebäude mit drei Stockwerken mit Klassenzimmern, einer Sporthalle, ein Speisesaal für die Schüler und einige Räumlichkeiten für die Salesianer. 1967 gingen aus der Schule die ersten Industriefachleute hervor. Im Jahre 1966 entschied man sich, dem Institut ein neues Gesicht zu geben: eine Mittelschule (die ab 1963 die Berufsschule ersetzte) und ein technisches Institut, das folgendermaßen strukturiert war: zwei Jahre technische Ausbildung für alle, danach drei Jahre Spezialausbildung, unterteilt in drei Fachrichtungen: Mechanik, Elektronik und Elektromechanik. Gleichzeitig mit den technischen Innovationen in der Industrie, auch dank der Mitarbeit der Direktion und dem Technischem Service der FIAT-Werke, konnte man rechtzeitig viele Eröffnungen vornehmen: ein technisches Laboratorium, elektrische und elektronische Messanlagen, eine Gießerei und, indem man das große Büro unterteilte, ein Zentrum für elektronische Didaktik. Die großartige Vorbereitung der Schüler, die nicht nach sozialer Herkunft, sondern aufgrund ihrer Eignung ausgesucht wurden (man denke nur an die Eintrittsprüfungen), wie auch die Ernsthaftigkeit und Professionalität der Lehrer entwickelten sich zu den tragenden Säulen der Schule. Die Zahl der Schüler, soziale Verhältnisse, Charakteristik des Gebietes und Analysen der Aktivitäten der Salesianer sind einfach und transparent dargestellt.
Heute wie alle Tage
Heute gibt es keine Auswahl der Schüler mehr, man verlangt jedoch Ernsthaftigkeit und dauernden Einsatz sowie Verfügbarkeit zu religiösen und salesianischen Beiträgen oder Vorschlägen. Auch in Zukunft bietet man stets Ernsthaftigkeit und Professionalität an. Man legte immer ein besonderes Augenmerk auf eine ständige und zeitgemäße Modernisierung, besonders im Bereich der Informatik, in dem man neuen Grenzen und Zielen entgegengeht. Das führt heute wie auch immer das Motto Don Boscos aus: „Ich will, dass meine Salesianer immer an der Spitze des Fortschritts stehen!“
Scuole Salesiane «Edoardo Agnelli»
Corso Unione Sovietica, 312 10134 TORINO - Italy
Tel. +39.011.61.98.311 - fax +39.011.61.98.421